11 Fragen an…: Johanna Fischer-Zernin – Feingefühl

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Ein Laden voller bezaubernder „feiner“ Sachen… Ein Kindheitstraum, der mit Sicherheit viele von uns eint.

Johannna Fischer-Zernin hat gemeinsam mit Ihrer Mutter genau so einen Laden als Onlineshop gegründet und mit viel Sinn für Qualität, klassischem Geschmack und Humor ein ganz besonderes Sortiment zusammengestellt: praktisch, witzig, dekorativ, klassisch, verschenkbar oder einfach „besonders“…

Kurz: jede Menge Klüngelkram für 1.000 Anlässe!

Wir haben Geschäftsführerin Johanna Fischer-Zernin ein paar Fragen zu ihrem kleinen, aber feinen Unternehmen „Feingefühl“ gestellt.


Fragen an Johanna Fischer-Zernin von Feingefühl im Unternehmensalltag

1. Was gab für Dich den Ausschlag ein eigenes Unternehmen zu gründen und was ist das Besondere an deiner Geschäftsidee?

Wir sind 5 Kinder zu Hause und sind so großgezogen worden, dass man für Geld arbeiten muss. Nachdem ich 4 Jahre im Hotel gearbeitet hatte, war mir klar, dass ich eines Tages ein eigenes Unternehmen führen möchte. So gründete ich direkt nach meinem Zweitstudium meine erste eigene Firma. Nun führe ich ‚hauptberuflich’, zusammen mit meinem Freund, eine Agentur für digitale Medien.
„Feingefühl“ habe ich von meiner Mutter übernommen (sie ist weiterhin bei allen wichtigen Entscheidungen involviert), die es 1997 gründete, um eben diese kleinen, feinen Produkte zu vertreiben, die ihr so gut gefielen und die damals so schwer zu bekommen waren. Und ich denke das ist es, was „Feingefühl“ auszeichnet – Feine Sachen seit 1997.

2. Was war das Highlight, was war die größte Herausforderung in Deiner bisherigen Gründungszeit?

Die größte Herausforderung bis heute ist es, Reichweite zu generieren. Das Internet ist eine so große, weite Welt. Da ist es schwierig, sich seine Zielgruppe aufzubauen. Unsere Produkte sind gut, viele der Produkt sprechen eine ‚besondere’ Zielgruppe an. Diese im Internet zu finden und zu kontaktieren, ist schwer. In Hamburg haben wir einen kleinen Showroom, doch unsere gesamte Vermarktung findet online statt. Daher ist Klüngelkram für uns der perfekte Partner, da die Zielgruppe zu 100% unserer Zielgruppe entspricht.

3. Woher kommen Deine Produkte?

Ganz unterschiedlich: Manche Produkte kommen aus regionalen Werkstätten – z.B. das Küchenkissen. Es wird im Schwarzwald liebevoll von Frauen eines kleinen Ortes per Hand gefertigt. Andere Produkte kommen von größeren Händlern, die wir regelmäßig auf Messen besuchen – z.B. das Buttermesser mit Griff in Hornoptik. Allerdings haben wir für uns festgestellt und beschlossen, dass die Regionalität der Produkte und die damit verbundene Qualität und vor allem Einzigartigkeit unserer Marke „Feingefühl“ am meisten entspricht. Daher wollen wir unseren Einkauf in Zukunft gezielter darauf ausrichten.

4. Was ist Dein Lieblingsprodukt aus Deinem eigenen Sortiment?

Oh, dass ist eine schwere Frage! 🙂 Da wir zu Hause mit klassischen Dingen aufgewachsen sind und diese auch meinem Geschmack entsprechen, gefällt mir eigentlich alles im Klüngelkram-Umfeld. Wirklich! So habe ich mich schon in viele schöne Dinge ‚verliebt’ und für das ein oder andere wird schon gespart.
Aus unserem eigenen Sortiment gefällt mir das Geburtskissen am besten. Es hat eine lange Tradition: Als die ersten Freundinnen meiner Mutter ihre ersten Kinder bekamen, nähte meine Mutter für die Babys zur Geburt dieses Kissen – mit eingesticktem Namen und Geburtsdatum. Und dies ist bis heute bei uns Tradition – jedes Baby, das im Freundeskreis zur Welt kommt, inzwischen natürlich auch bei unseren Freunden, bekommt dieses handgenähte Kissen. Wir sind schon richtig ‚berühmt’ für das Geburtskissen. Und meine Mutter näht bis heute jedes Kissen selbst zu Hause in ihrem Nähzimmer.
Somit finde ich es besonders toll, dass es diese Tradition bei uns im Shop zu kaufen gibt.

…und nun privat im Wohnzimmer

5. Was ist Deine Lebensphilosophie, was treibt Dich jeden Tag aufs Neue an?

„Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum“ – das ist der Leitfaden, dem ich versuche zu folgen. Manchmal ist das nicht einfach, aber man kann sich regelmäßig darauf konzentrieren. Ich finde man sollte nur Dinge tun, die man wirklich tun möchte und die einem Spaß machen. Und das versuche ich umzusetzen. Und ganz wichtig dabei: Höre auf Deine innere Stimme – die sagt Dir was zu tun ist. Ich musste das erst lernen, aber man kann es erlernen und es ist sehr erleichternd. Und ich kann wirklich sagen, die innere Stimme hat sowieso immer recht.

6. Wie schaffst Du es, Privatleben und Beruf unter einen Hut zu kriegen?

Wir wohnen in einem großen Haus, in dem eine Etage das Büro ist. Die beiden anderen Etagen sind zur privaten Nutzung. Das Büro ist mit einer Tür vom Treppenhaus separiert. Alles was hinter der Tür ist, ist Beruf, alles was vor der Tür ist, ist privat.
Im Ernst: Es ist natürlich nicht immer einfach, aber wie mein Freund so schön sagt: „Einfach kann ja jeder!“ Ich denke man benötigt eine gewisse Disziplin. So wie man diszipliniert morgens um 6.00 Uhr aufsteht und ins Büro geht, so diszipliniert muss man die Tür zum Büro mal schließen und sagen, man verbringt jetzt Zeit mit der Familie. Und da wir eine so große Familie sind, ist eh ständig etwas los, so dass man ganz von alleine aus dem Büro kommt.

7. Was würdest Du beruflich machen, wenn Du dein Unternehmen nicht gegründet hättest?

Wahrscheinlich würde ich immer noch in der Hotellerie arbeiten, was mir auch wahnsinnig viel Spaß gemacht hat.

8. Was tust Du am liebsten in den Ferien oder wenn Du mal nichts zutun hast?

In der Sonne liegen, einen Eiskaffee oder einen Cocktail trinken und in schönen Zeitschriften blättern.

9. Was wolltest Du als Kind gerne werden?

So richtig kann ich mich da an nichts mehr erinnern, aber ich habe mich immer als Mami von vier Kindern gesehen. Vielleicht war das für mich als Kind mein „Beruf“, den ich mal werden wollte.

10. Was erträgst Du nur mit Humor?

Oh, SEHR viele Dinge. 🙂
Ich finde es wichtig, mit einer guten Portion Humor, Fröhlichkeit und einer damit verbundenen Leichtigkeit durchs Leben zu gehen. Und dadurch geht vieles einfach leichter von der Hand. Und man kann so viele Menschen in seinem Umfeld damit anstecken, das finde ich immer toll. Wenn ich viele Leute auf der Straße sehe, die ein mürrisches und unzufriedenes Gesicht machen, dann bin ich erst Recht fröhlich. Und wenn Du dann noch ein freundliches „Guten Morgen“ zu den Leuten sagst, fangen sie auch an zu lachen. Das ist doch schön!

11. Welchen Traum willst Du dir noch unbedingt erfüllen?

Ein kleines, eigenes, ganz feines Hotel.

Bitte ergänze den Satz:“Klüngelkram ist für mich…“

…Klassik, Tradition und Stil auf einem Haufen und das alles 24/7 online zu bestellen – einfach genial!

 

Wir bedanken uns herzlich bei Johanna Fischer-Zernin für das Gespräch!

Kontakt: www.feingefuehl-shop.de.

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