Hand auf den Tisch! Gruselhackbraten und andere Scheußlichkeiten.

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Tischmanieren… eine unendliche Geschichte!

Ich weiß weder wie oft ich selbst die Aufforderung „Hand auf den Tisch!“ gehört habe, geschweige denn wie oft ich sie selbst ausgesprochen habe und auch in Zukunft noch ausprechen werde! Manche Dinge sind offenbar überall und über Generationen hinweg gleich.

Wir nehmen es mit Humor… und versuchen ab und zu für Abwechslung zu sorgen.

„Ich möchte bitte Daumen!“ Gerne. Am Wochenende haben wir mit unseren Jungs den ersten Gruselabend gemacht. Aus dem Beamer flimmerte das charmante Gespenst „Caspar“ über die Leinwand und zu essen gab es eine Idee, die ich vor einiger Zeit bei Pinterest entdeckt hatte:

Überbackener Hackbraten, garniert mit Mandeln und Lauch – klingt gar nicht so schlecht. Sieht aber echt ekelhaft aus: Gruselhackbraten!

Die Augen der Kinder wurden kugelrund und die ganze Familie überkam ein leise hysterisches Gegluckse. Dieser Braten ist echt fies, wenn auch nur optisch. Aber ich habe für mich den Beweis angetreten, dass der Spruch „das Auge isst mit“ wirklich wahr ist. Es kostet tatsächlich ziemliche Überwindung einen Zeigefinger mit dickem Fingernagel zu verspeisen. Wir haben schon lange nicht mehr so gelacht beim Essen!

Nachkochen? Super einfach:

Hackfleisch würzen, mit Semmelbröseln und Eiern verkneten (eben wie ganz normaler Hackbraten). Dann einen ca 2-4 cm dicken Klumpen in Handgröße auf Backpapier legen, die eigenen Hände als Schablone verwenden, Umrisse ausschneiden und dann mit mehr oder weniger bildhauerischem Geschick, die Hand modellieren. Dabei darauf achten, dass die Finger lang genug sind und dass schon dort, wo die Finger an die Hand ansetzen ein klitzekleiner Abstand (ca. 1-2mm) zwischen den Fingern ist. Das macht die Hand plastischer.

Hinten am Hangelenk als Knochen einen ca. 5 cm langen Abschnitt einer Lauchstange in den Teig stecken, die Hand mit Tomatensoße (oder Ketchup, Grillsoßenresten…) einpinseln,halbierte geschälte Mandeln als Fingernägel drauf und dann jeden Finger einzeln dünn mit Käse belegen. (Ich habe diesmal zu dicke Scheiben genommen, da verlieren sich die Formen schnell und ich musste nach dem braten ein bisschen mit dem Messer nach modellieren. Ging aber auch)

Ab in den Ofen damit: ich habe die Hände ca. 35 Minuten bei 180 Grad im Ofen gebacken. Hätte auch etwas kürzer sein können, es kommt natürlich darauf an, wie dick die Hände sind.

Nach dem Backen mit einem scharfen Messer die Silhouette der Hand noch mal vom ausgetretenen Bratensaft säubern und mit Hilfe von einem Tortenheber oder einem Teigschaber vorsichtig auf einen Teller heben und im Halbdunkel servieren. Ein großer Spaß! Das werden wir wiederholen und ausbauen. Wie schön, dass hier im Ort ausführlich Halloween gefeiert wird – wir werden garantiert unseren Spaß dabei haben.

Gruselige Grüße
Ihre
Sylvia v. Braunschweig


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