15 Fragen an…: Constantin von Arnim – Gräfin Arnim Perlen- und Edelsteinschmuck

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Seit wann ich die Arnim’schen Perlen kenne? Das weiß ich genau: seit ich meine ersten Perlenstecker bekommen habe, zu meinem Abschlussball. Das war in den 80ern… und wir hatten fast alle Arnim in den Ohren oder um den Hals.

Inzwischen in 3. Generation hat sich Constantin von Arnim und seine Familie auf den Import- und die Verarbeitung hochwertiger Perlen und Edelsteine spezialisiert und vertreibt diese schwerpunktmäßig über exklusive Verkaufsveranstaltungen, in ihrem Atelier in Bonn und seit einigen Jahren auch sehr erfolgreich im Internet.

Ein Blick auf die Arnim’schen Auslagen bei Messen und Fairs lässt uns noch immer die Spucke im Mund zusammen laufen – und wen wundert es, dass der Klüngelkram-Blog 2010 mit einem Bericht über die Arnim’schen Perlen startete.

Wir haben jetzt für unsere Leser noch mal ein wenig nachgefragt…


Fragen an den Familienunternehmer Constantin von Arnim:

1. Was gab für Dich den Ausschlag in Euer Familienunternehmen mit einzusteigen?

Während meiner Zeit bei einer Münchner Unternehmensberatung wurde mir bewusst, dass ich nicht ausschließlich Konzepte erarbeiten möchte, sondern vielmehr durch die Umsetzung das Unternehmen und dessen Erfolg vorantreiben möchte – dadurch wurde mir klar, dass ich gerne selbständig sein möchte.

2. Was ist das besondere an Eurem Familienunternehmen?

Wir fertigen Schmuck an, den man rund um die Uhr und zu allen Gelegenheiten tragen kann. Klassisch und doch modern. Dabei liegt unser besonderes Interesse darin die Produkte so präzise und hochwertig zu arbeiten wie möglich und immer noch vergleichsweise preiswert anzubieten.

3. Woher kommen Eure Produkte?

Die Perlen und viele Edelsteine importieren wir aus Asien, heutzutage vornehmlich Hong Kong. Die geschliffenen Steine beziehen wir von deutschen Edelsteinschleifern. Das Feingold kaufen wir bei einer deutschen Scheideanstalt. Über das, was nicht im eigenen Hause produziert wird hinaus, haben wir noch einige kleinere Fertigschmuck-Lieferanten aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien.

4. Was sind Deine Ziele für das nächste Jahr?

Vor allem wollen wir im nächsten Jahr unser Sortiment weiter ausbauen. Es gibt noch viele Ideen und zahlreichen Schmuck, der gut zu uns und unseren Kunden passt. Eventuell stellen wir im kommenden Jahr auch noch jemanden ein, der für die Produkte im Online-Store, die Bilder und die dazu gehörige PR verantwortlich sein soll.

5. Was war das Highlight Deiner bisherigen Zeit im Familienunternehmen?

Die Highlights sind alle Maßnahmen, die man auf der grünen Wiese erarbeitet und umsetzt, die dann zum gewünschten Erfolg führen. So z.B. Neuprodukte, die auf hohe Akzeptanz stoßen, aber auch der Online-Store, der weit besser angenommen wird, als vermutet.

Darüber hinaus sind es aber auch vor allem Neuerungen im Unternehmen, die anfangs von den Eltern und den Mitarbeitern eher kritisch gesehen werden, schlussendlich aber die volle Zustimmung finden.

6. Und was war die größte Herausforderung?

Die größten Herausforderungen sind zwei Dinge:

1. sich als Mann in einer von Frauen dominierten Branche so viel Fachwissen anzueignen und so viel Beratungskompetenz zu erlangen, dass man von den Kundinnen akzeptiert wird.

2. die Unternehmensnachfolge mit viel Sensibilität harmonisch zu beeinflussen.

…und nun zur privaten Person Constantin von Arnim:

7. Was ist Deine Lebensphilosophie, was treibt Dich an?

Ich möchte meine Familie, Hobbies, Freunde und Arbeit in Einklang bringen. Die Priorität lege ich dabei auf meine Familie und meine Arbeit. Ich möchte dabei gerne mein Unternehmen so strukturieren, dass ich langfristig die Möglichkeit habe, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Unternehmerisch gesehen würde ich gerne in einem kleineren Umfang expandieren und eine hohe Bekanntheit erreichen. Qualität und Produktsortiment sind dabei vorrangig.

8. Wie schaffst Du es, Privatleben und Beruf unter einen Hut zu bekommen?

Das funktioniert recht gut, da mein Geschäftsbetrieb von Stoßzeiten abhängig ist, in denen meine Familie viel Verständnis dafür aufbringt, dass ich wenig zu Hause bin. In der ruhigeren Zeit versuche ich dann alles Versäumte aufzuholen. Dazu ist noch sehr wichtig, dass alles Anstehende kommuniziert und besprochen wird, damit die Familie sich darauf einstellen kann.

9. Hast Du Vorbilder? Wer inspiriert Dich?

Vorbilder eigentlich nicht wirklich, aber inspiriert werde ich durch jeden Unternehmer, der Erfolg hat und insbesondere diejenigen, die etwas neues Entwickelt haben und konsequent ihren Weg gehen ohne dabei andere einfach zu kopieren, Billigware anzubieten oder ihre Mitarbeiter ausbeuten.

Coco Chanel ist definitiv eine Frau zu der ich unternehmerisch aufschauen würde.

10. Was würdest Du beruflich machen, wenn Du nicht in Euer Familienunternehmen eingestiegen wärst?

Ich würde sicherlich nicht mehr in einer Beratung oder in einer Bank arbeiten.

Ich hoffe sehr, dass ich mich auch dann selbständig gemacht hätte. Vermutlich mit etwas, dass mit Mode oder mit Architektur zu tun hat.

11. Was tust Du am liebsten, wenn Du nichts zu tun hast?

Vor allem bin ich passionierter Jäger. Das nimmt sicherlich am meisten in Zeit in Anspruch. Darüber hinaus mache ich viele Ballsportarten gerne und freue mich ebenso wenn ich mal Zeit habe zu lesen.

12. Was wolltest Du als Kind gerne werden?

Das erste woran ich mich erinnern kann war Müllmann.
Ich fand die Typen hinten auf dem Wagen immer verdammt lässig, bis zu dem Tag, als ich mal hinter einem ausgespritzten und gereinigten Müllwagen stand und mir leicht schlecht wurde.

13. Was erträgst Du nur mit Humor?

Eigentlich alles.
Ich ärgere mich nicht lange über Dinge, die ich nicht ändern kann. Und dann bleibte einem im Grunde nichts anderes mehr, als sie mit Humor zu nehmen.

14. Was sind für Dich die perfekten Ferien?

Die verbringe ich gerade in Südfrankreich im Haus meiner Schwiegereltern, wo einem alles bekannt ist und man einfach ankommt und sich sofort erholt. Ich liebe das Land, die Gegend und das savoir vivre in der Provence.

15. Welchen Traum willst Du Dir unbedingt noch erfüllen?

Ich wünsche mir, dass ich mein Unternehmen so aufstellen kann, dass es zum einen mich und meine Familie, aber auch die Mitarbeiter, gut ernährt und zum anderen von der Bevölkerung als qualitativ hochwertig, geschmackvoll und preiswert (im Sinne des Wortes) wahrgenommen wird.

Bitte ergänze den Satz „Klüngelkram ist für mich …“

… eine dieser unternehmerisch neuen und sehr guten Ideen, die vor allem. durch die Spezialisierung auf die Kundenklientel schon Erfolg verspricht.

Fokussierung und Spezialisierung sind in unserem immer transparenter werdenden Welt sicherlich der Weg der Zukunft. Und genau in dieser Fokussierung auf spezielle Zielkunden treffen wir uns.

 

Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch!


Constantin Graf von Arnim (1978) lebt mit seiner Frau und bald 2 Kindern in Albau in der Bonner Südstadt.

Nach einer Banklehre bei der Dresdner Bank in Köln studierte er in Bamberg BWL und arbeitete u.a. als Berater bei einer Münchner Unternehmensberatungsfirma.

Im Jahre 2009 machte er sich selbständig und übernahm in dritter Generation als Geschäftsführer die Gisela Gräfin Arnim Perlenimport GmbH die sich auf den Import und die Verarbeitung hochwertiger Perlen und Edelsteine spezialisiert hat. (www.graefin-arnim.de)

 

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