Wenn ich die Anzahl der hellen Stunden am Tag zähle wird mir im mecklenburgischen Winter immer wieder klar, dass wir gar nicht sooo weit vom Nordpol entfernt sind. Ganz ehrlich: Nordskandinavien oder gar Grönland wäre gar nichts für mich!

Wir trotzen der lichtarmen Zeit mit vielen Kerzen und “Festbeleuchtung” (früher ein absolutes Schimpfwort, inzwischen kann man ja Dank der erzwungenen Sparbirnen das Licht Tag und Nacht brennen lassen. Ein Gutes muss es ja haben!).

Und Lampen können so dekorativ sein! Eine besonders spannende Neuentdeckung auf diesem Gebiet ist Bertram v. Czettritz. Er hat sich Anfang des Jahres dazu entschlossen seinen Bürojob gegen eine alte, lange vergessene Leidenschaft zu tauschen und baut jetzt Lampen. Aber was für welche!

Die Czettritz’schen Lampen sind im wahrsten Sinne des Wortes “einzigartig”: aus Materialien, die eine Geschichte erzählen und Leben ausstrahlen schafft Bertram Lampen, die diese Geschichte dann ins Licht setzen. “Inspiration gibt es überall. Menschen trennen sich von altbewährtem, um sich neues aus Plastik zu kaufen. Es braucht Spürsinn und den Blick. Und jemanden, der die Dinger dann auch zusammenbaut – und der bin ich” fasst Bertram seine selbst gewählte Aufgabe zusammen.

Jede seiner Lampe ist ein Unikat, das mit viel Sorgfalt ausgewählt, zusammengestellt, aufgearbeitet und in Handarbeit hergestellt wird. Das Material entscheidet über die Lampe. Ein 400 Jahre alter Balken aus dem Großelterlichen Haus, ein Fotostativ aus den 60ern, das seit Jahren sein Dasein in einer dunklen Ecke fristet oder der Scheinwerfer eines antiken Traktors – all das und noch viel mehr lässt sich zu höchst dekorativen Lampen umfunktionieren. Wenn man es denn kann.

“In den letzten Monaten habe ich viel Zeit investiert, um meinem Traum näher zu kommen.” berichtet Bertram. Er hat an der Frankfurter Städl-Schule das Zeichnen und bei einem Bildhauer den Umgang mit verschiedenen Materialien, wie Holz, Stein, Beton und Metall gelernt. In einem Schreinerpraktikum vertiefte er sein Wissen über den Umgang mit Holz noch weiter. “Das Wissen um die Elektrik habe ich mir über die letzten Monate von Experten geholt und im Selbststudium weiter ausgebaut.” – Und handwerklich geschickt und ambitioniert war er eh schon immer. Woher käme sonst auch so ein drängender Traum!

Wir bewundern den Mut, diesen Traum tatsächlich umzusetzen und gratulieren zum gerade erfolgten Umzug der Produktion aus dem ehelichen Wohnzimmer in eine eigene Werkstatt! Schluss mit Spänen unterm Sofa, es sei denn sie fallen beim Stutzen des Weihnachtsbaumes an.

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Lassen Sie doch einfach mal das Licht brennen. Wir wünschen Ihnen einen hellen, lichtdurchfluteten Winter.
Herzlichst
Ihre
Sylvia v. Braunschweig

2 Antworten

  1. Großartig! Bartrams Website ist toll gemacht und die Lampen finde ich alle (!!!) habenswert. Wenn die Baustelle durch ist, gibt’s dann als Belohnung hoffentlich eine davon…

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