Zuckersüß! Die neuen Strickklassiker von Wool Candy Berlin.

1

Frauenpower pur! Diese schicken Strickkleidchen, dazu passende Cardigans und viele andere Strickklassiker werden von einem hochkreativen Mutter-Tochter-Team aus Berlin entworfen und produziert.

Sind die nicht entzückend? Schon wieder so ein Moment in dem ich mir eine Tochter wünsche…!!!

Wie elektrisiert bin ich dem Linktipp einer Leserin zu „wool candy Berlin“ nachgegangen und bin auf eine tolle Gründergeschichte gestoßen:

Carola Koerner beschäftigt sich schon ihr ganzes Leben lang mit Design und Herstellung von Textilien. Ihre Tochter Stephanie Raatz – ebenfalls Design begeistert aber von Hause aus eigentlich Steuerberaterin – hat sich jetzt mit ihrer Mutter gemeinsam daran gemacht sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen: sie gründeten als echte (Grand-)Mompreneurs das Label wool candy Berlin!

Stephanie Raatz und Carola Koerner von wool candy BerlinIhr Markenzeichen: klassisches und geradliniges Design mit modischen Aspekten, die die „wool candy Berlin“-Teile zu echten Lieblingsstücken machen. Ihre besondere Vorliebe für aufwendige Strickmuster und leuchtende Farben kombinieren sie mit den konkreten Wünschen der nächsten Generation – die diese Stricklassiker schließlich auch tragen sollen: Sie fragten einfach ihre (Enkel-)Kinder was sie mögen – und haben ihre Wünsche in die Tat umgesetzt.

Was dabei herausgekommen ist ist wirklich toll: Insbesondere mit den absolut kratzfreien und schicken Strickkleidern ist man für jede Situation gut angezogen. Sie eignen sich sowohl für den Alltag als auch für festliche Anlässe. Schick, bequem und unkompliziert. Eine perfekte Mischung!

Und als Trost für mich Jungsmutter: ich habe dort auch hübsche Strickjacken für Buben entdeckt…

Hier geht es direkt zu wool candy Berlin
Strickkleider und Cardigans von wool candy Berlin


Wir gratulieren Stephanie Raatz und Carola Koerner zum Onlinestart und freuen uns, dass wir Stephanie gleich für ein Interview zu ein paar Hintergrundfragen gewinnen konnten:

Eure Sommerkollektion ist ja aus Baumwolle, aber Eure schicke Winterkollektion ist aus reiner Schurwolle und nicht aus Baumwolle. Warum das? Das kratzt doch, oder?

Weil reine Schurwolle einfach ein wirklich tolles Material ist! Im Gegensatz zu Baumwolle wärmt sie und vermeidet trotzdem Schweißbildung. Sie ist schmutz- und geruchsabweisend und knittert nicht. Nicht umsonst wird reine Schurwolle häufig für hochwertige Sportbekleidung verwendet. Im Gegensatz zu Cashmere pillt sie kaum, wenn man sie richtig verarbeitet. Und im Gegensatz zu Alpaka hat sie keine langen Härchen.

Wir denken nicht, dass unsere Schurwolle kratzt! Alle Teile haben wir vorher von den Kindern probetragen lassen, um genau dieses Problem auszuschließen. Zum Teil haben wir noch Stricktechniken geändert, um die Sachen weicher zu machen. Ich trage selbst unsere Jacken sehr gerne, obwohl meine Haut sehr sensibel ist und ich früher deshalb immer Cashmere gekauft habe. Mein Sohn hat Neurodermitis und kann trotzdem unsere Wollpullover und Jacken auf bloßer Haut tragen!

Und warum verwendet Ihr Bio-Garne? Macht das wirklich einen so großen Unterschied oder ist das eher eine „Überzeugungs-Entscheidung“?

Ich bin kein klischeehafter „BIO“-Mensch – das sieht man glaube ich auch an meiner Kollektion (lach!), aber mir ist Qualität und Gesundheit wichtig und auf diesem Wege sind wir bei BIO gelandet. Als wir mit wool candy Berlin starteten, habe ich wegen des Materials viel recherchiert. Dabei bin ich auf die grausamen Methoden gestoßen, unter denen die Schafe bei konventioneller Haltung zu leiden haben. Neben der schlechten Behandlung der Tiere finden wir es unverantwortlich, dass viele ungesunde Chemikalien in den Garnen landen, die wir hinterher auf unserer Haut tragen. Das gilt übrigens für Baumwolle genauso wie für Wolle, denn bei konventionellem Anbau werden zum Teil hochgiftige Pestizide eingesetzt. Deshalb verwenden wir nur zertifizierte Bio-Garne.

Ich glaube übrigens, dass viele Wollsachen deshalb „kratzen“, weil sie ungesunde Chemikalien enthalten. Ich habe Pullover im Schrank, die sich wahnsinnig weich anfühlen, mich aber dennoch jucken. Andere wiederum fühlen sich etwas härter an und ich kann sie trotzdem tagelang ohne Probleme tragen.

Alle unsere Garne sind BIO-zertifiziert, sie tragen eines der konsequentesten Siegel, die es momentan gibt. Dieses Siegel beinhaltet die Einhaltung der Bio-Standards, faire Arbeitsbedingungen und eine geringe Umweltbelastung. Wir als wool candy Berlin haben selbst kein eigenes BIO-Siegel. Denn um damit werben zu dürfen, müssten wir zusätzlich uns selbst, unseren Stricker und den Konfektionär zertifizieren lassen. Das heißt, einmal jährlich werden alle beteiligten Unternehmen von einem Auditor geprüft. Das würde jedes Jahr einen vierstelligen Betrag kosten, den wir uns momentan noch nicht leisten können.

Apropos sich leisten können: eure wunderbaren Stricksachen sind keine Schnäppchen, woran liegt das?
Ganz einfach: Weil wir komplett in Deutschland produzieren und unsere Herstellungskosten auch relativ hoch sind. Diese Entscheidung haben wir sehr bewußt getroffen: uns ist es wichtig unter faire Arbeitsbedingungen zu produzieren und sicher zu sein, dass weder beim Stricken noch beim Nähen schädliche Chemikalien in die Strickteile gelangen können. Und trotzdem enstprechen unsere Preise denen der etwas bekannteren Designer-Labels mit klassischer Kindermode, die aber allesamt in China oder Bangladesch produzieren, wo die Produktion einen Bruchteil kostet.

Ich glaube, dass viele Leute einfach nicht wissen, was die Herstellung von Kleidung unter vernünftigen Bedingungen eigentlich kostet. Denn ich wusste es bis vor einem Jahr auch noch nicht. Natürlich kauft man dann gerne mal bei H&M oder Zara, weil es preiswert ist. Wenn man das tut, muss sich aber dessen bewusst sein, welche Arbeitsbedingungen man damit unterstützt.
Inzwischen kaufe ich lieber ein Teil weniger, aber dafür aus Bio-Materialien und nachhaltiger Herstellung. Oder ich kaufe auch mal etwas aus zweiter Hand.

Strickkleider und Cardigans von wool candy Berlin
Wir bedanken uns sehr für das Gespräch

Teilen

1 Kommentar

Einen Kommentar verfassen